DHB – Netzwerk Haushalt

DHB – Netzwerk Haushalt

Der Berufsverband der Haushaltführenden (DHB – Netzwerk Haushalt) setzt sich für die Interessen derer ein, die einen Haushalt führen. Im Mittelpunkt der Verbandsarbeit stehen der Privathaushalt und seine Schnittstellen zu Politik, Recht, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt.

Der DHB hat es sich zur Aufgabe gemacht, hauswirtschaftliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln und in der hauswirtschaftlichen Berufsbildung mitzuwirken. Als ArbeitgeberInnenverband schließt der DHB Tarifverträge mit der zuständigen Gewerkschaft für ArbeitnehmerInnen im Privathaushalt sowie in Dienstleistungszentren. Der DHB ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Hausfrauen und in der Hauswirtschaft selbstständig Tätigen. Ziele sind vor allem die öffentliche Anerkennung des Berufes Hausfrau sowie die eigenständige soziale Sicherung.

Der überparteiliche und überkonfessionelle Verband wurde 1915 von Hedwig Heyl gegründet und ist Teil der Frauenbewegung wie auch der VerbraucherInnenschutz-Bewegung. Der DHB setzt sich zusammen aus 17 Landesverbänden mit insgesamt 300 Ortsverbänden. 2009 hat er sich von ‚Deutscher Hausfrauen-Bund‘ in DHB – Netzwerk Haushalt. Berufsverband der Haushaltführenden e.V.‘ umbenannt.

DHB-Magazin

Das DHB-Magazin ist die Zeitschrift des Netzwerks Haushalt. In Berichten, Nachrichten und Reportagen behandelt sie das weite Themenspektrum zur Haushaltsführung, vermittelt Informationen aus dem Berufsfeld der Haushaltsführenden und ist die Kommunikationsplattform der DHB-Mitglieder.

DHB in Köln

Der Deutsche Hausfrauen-Bund Ortsverband Köln e.V. ist im Landesverband Rheinland e.V. einer von z. Zt. 25 Ortsverbänden mit augenblicklich 176 Mit­glie­dern. Er bietet jeden Monat eine so genannte Hauptveranstaltung mit Vorträgen mannigfacher Art über wirtschaftspolitische, staatsbürger­liche und gesellschaftliche Themen. Feststehende Angebote sind weiter der Literaturkreis, die Kunstreihe mit Museumsführungen, der Arbeits­kreis Hauswirtschaft, ein Seminar im Gustav-Strese­mann-Institut in Bonn, Fahrten und Betriebs­besichtigungen, Reisen und Wandern, ein Handarbeitstreff sowie Kegel- und Gymnastikgruppen.

Kontakt

Deutscher Hausfrauen-Bund Ortsverband Köln e.V.

1. Vorsitzende: Erika Nuss
Fehrenbachstr. 9, 51067 Köln, Tel.: 0221 / 27847676, erika.nuss@koeln.de

2. Vorsitzende: Ilse Küster
Mauritiussteinweg 9, 50676 Köln, Tel.: 0221 / 214596

Geschichte

Die Gründerin es Deutschen Hausfrauen-Bundes war selbst war keine typische Hausfrau dar damaligen Zeit. Geboren 1850, war Hedwig Heyl mit einem Chemie-Fabrikanten verheiratet und leitete nach seinem Tod für mehrere Jahre die Fabrik. Sie kümmerte sich um eine hauswirtschaftliche Ausbildung von Arbeiterfrauen, gründete Kindergärten, Kochschulen und “Jugendhorte“, in denen der Nachwuchs handwerkliche Grundkenntnisse erwerben konnte. Hedwig Heyl schrieb eines der erfolgreichsten Kochbücher jener Jahre, das “ABC der Küche“ – vermutlich das erste Buch, das die gesamte Logistik der Hausarbeit beschrieb. Von nun an galt Hedwig Heyl als “die beste Hausfrau von Berlin“. Die Stadt hatte bereits seit 1873 einen Hausfrauenverein, gegründet von Berlinerinnen, die sich gegen Preistreibereien bei Lebensmitteln zur Wehr setzen wollten. Hedwig Heyl führte den Verein 1915 mit Koch- und Hauswirtschaftsschulen zum Deutschen Hausfrauenbund (DHB) zusammen. Schnell schlossen sich andere Vereine an. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Mitgliederzahl auf mehr als 45.000, organisiert in 65 Ortsverbänden. In der Satzung erklärte der neue Hausfrauenbund seine Ziele:

  • Aufklärung über die wirtschaftlichen Grundlagen der deutschen Volksernährung
  • Aufklärung über Ernährungshygiene
  • Kontrolle über Preisbewegung
  • Verbesserung der hauswirtschaftlichen Frauenbildung

1925 gelang es dem Hausfrauenbund, eine in ganz Deutschland verbindliche Meisterprüfungsordnung für Hauswirtschaft zu etablieren. Zur selben Zeit entstand in Berlin die “Praktisch-Wissenschaftliche Versuchstelle für Hauswirtschaft“. In dieser Einrichtung wurden hauswirtschaftliche Kurse abgehalten. Außerdem wurden hier Haushaltsgeräte untersucht und aufwändig geprüft. Der Hausfrauenbund wählte für sich eine Sonne als Prüfzeichen der Versuchsstelle, bis heute das Logo des DHB. 1927 wurde in Berlin die “Heibaudi“ eröffnet, “Hauswirtschaftliche Einkaufsberatung und Auskunftsdienst“ – ein Vorläufer für die Verbraucherzentralen. 1934 sollte der DHB der “Reichsgemeinschaft Deutscher Hausfrauen“ angegliedert werden. Darauf hin traten viele der aktiven Hausfrauen zurück und der Bund löste sich 1935 auf. Nach Kriegsende organisierte sich der Deutsche Hausfrauenbund auf der Basis eigenständiger Landesverbände neu.

Quelle zum Abschnitt ‚Geschichte‘: Planet Wissen. Beruf Hausfrau. Porträt Der Hausfrauenbund. Stand 08.03.2006, www.planet-wissen.de

Vernetzung

Der DHB ist mit seiner jeweiligen Gliederung in Organisationen und Gremien vertreten wie: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., www.vzbv.de, Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V., www.verbraucherzentrale-nrw.de, Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V., www.dghev.de, Kuratorium des Dualen Systems Deutschland

Der Deutsche Hausfrauen-Bund ist mit seiner jeweiligen Ebene in folgenden Frauenorganisationen Mitglied:

Dazu auch im Internet: