Ein Abend zum Internationalen Frauentag / Feministischen Kampftag 2026.
In Kriegen und Gewaltkonflikten sind Zivilist*innen und vor allem Frauen und Mädchen zunehmend Opfer von Gewalt. In den militärischen Kampfeinheiten dienen wiederum hauptsächlich Männer. Diese Tatsache wird in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch reduziert auf eine stumpfe Gegenüberstellung: männlicher Krieg und weiblicher Frieden. Tatsächlich aber entspricht die Wirklichkeit von Gewalt und Gewalterfahrungen nicht dieser strikt bipolaren Rollenverteilung.
Die Autorin des Buches “Männlicher Krieg und weiblicher Frieden?” (Reclam, 2023, academia.edu/ClaudiaKemper), Historikerin Dr. Claudia Kemper, diskutiert die Komplexität von Geschlechterordnung und Gewalt und wie diese sich fortsetzt, wenn die Gewalt längst beendet ist oder weit entfernt stattfindet.
Nach ihrem Input wird Claudia Kemper mit Dr. Monika Hauser diskutieren. Hauser ist Gynäkologin und Gründerin der in Köln ansässigen und international agierenden Frauenorganisation medica mondiale, die sich gegen die allgegenwärtige sexualisierte Kriegsgewalt gegen Frauen einsetzt. Sie fordert: Frauenrechtsorganisationen und Aktivist*innen müssen politisch gestärkt und bei Verhandlungen und Wiederaufbau beteiligt sein.
Mit beiden Referentinnen führt an diesem Abend die Kölner Journalistin Alexandra Eul das Gespräch.
Veranstalter*innen:
VHS Köln, www.vhs-koeln.de, in Kooperation mit dem Kölner Frauengeschichtsverein e.V., der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW (nrw.rosalux.de( und dem Friedensbildungswerk Köln e.V. (www.friedensbildungswerk.de)
Kontakt:
Tel.: 0221 / 221-93579, E-Mail: vhs@stadt-koeln.de
Kosten / Anmeldung:
Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich, aber erbeten unter www.koelner-vhs.de/kurssuche/kurs/Maennlicher-Krieg-und-weiblicher-Frieden/26F111033
Veranstaltungsort:
Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt, Cäcilienstr. 29-33, 50667 Köln, Lageplan
