Start: Empowerment-Fortbildung „Stolze Augen – Schutz vor dem bösen Blick“

05. Dezember 2018 (Mi)

– 5. & 6. Dezember 2018, 11-18, bzw 12-17 Uhr –

Die Forbildung richtet sich an Multiplikatorinnen*, die mit Mädchen* arbeiten, die (antimuslimischen) Rassismus erfahren, und diesen selbst erleben. Es geht an diesen beiden Tagen also sowohl um Selbsterfahrung und Selbststärkung der Multiplikatorinnen, als auch um die Vermittlung von Methoden und Wissen für die praktische Arbeit mit Mädchen* und Frauen*. Der Fokus liegt theoretisch und praktisch insbesondere auf antimuslimischem Rassismus, die Fortbildung ist aber offen für alle Frauen*, die Rassismus ausgesetzt sind.

Die Fortbildung ist Teil des Projektes „Stolze Augen- Schutz vor dem bösen Blick“, wird finanziert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Stolze Augen“ richtet sich in 2018 an Mädchen* und Frauen*, die (islamfeindlichem) Rassismus ausgesetzt sind, und soll in 2019 für weiße Frauen* und Mädchen* geöffnet werden. Es gibt viele Hinweise darauf, dass Rassismus krank macht und schwächt.

Referentinnen:
Işıl Davulcu ist Sozialarbeiterin und in der ambulanten Familienhilfe tätig, ihre Schwerpunkte liegen in der Gesprächsführung, Stärkung im Austausch und Auftreten in der Gruppe. Sie bezeichnet sich selbst als Humanistin und setzt sich für eine gleichberechtigtes Leben zwischen allen Menschen ein.
Burcin Keskin kommt aus dem künstlerischen Bereich und arbeitet als Gesangs/Schauspielpädagogin. Ihr Fokus liegt auf Körper- und Stimmarbeit. Sie ist seit Jahren auch politisch aktiv und spielt zur Zeit für die Bühne der Menschenrechte die NSU Monologe.
Susan Bagdach studierte Psychologie, ist Krankenschwester und Heilpraktikerin und entwickelte das Empowerment- und Präventions- Konzept 5 +1 =Meins®. Ihre Methoden sind inspiriert durch Resilienszforschung, systemische und hypnotherapeutische Arbeit und Körperarbeit. Sie arbeitet seit 10 Jahren bundesweit in der Frauen* und Mädchen* Gesundheitsarbeit und für konsensulle, machtkritische Kommunikation.
Saboura Naqshband studierte Arabistik, Politikwissenschaft und Sozial- und Kulturanthropologie in London, Kairo und Berlin. Bundesweit ist sie als Antidiskriminierungs- und Empowerment-Trainerin tätig, darunter für Gladt e.V., Verein für LSBTI*Q-Geflüchtete und Migrant*innen. Sie arbeitet v. a. zu den Themen (anti-muslimischer) Rassismus, Muslimischer Feminismus und Religion, Gender und Sexualität. Außerdem engagiert sie sich global in intersektionalen, feministischen Bündnissen und für die südasiatische Diaspora in Europa.

Veranstalterin:
Interkulturelles Frauen- und Mädchen-Gesundheitszentrum – IFMGZ Holla e.V., www.holla-ev.de

Ansprechpartnerin:
Susan Bagdach, Tel.: 0221 / 97 61 05 81, E-Mail: info@holla-ev.de

Kosten / Anmeldung:
Kostenbeteiligung 20 € pro Person. Anmeldung unter: stolzeaugen@holla-ev.de

Veranstaltungsort:
IFMGZ HOLLA e.V., Industriestr. 131 c, 50 996 Köln, Lageplan